Blogtour - Memiana

Hallo zusammen :)

Wie schon erwähnt, darf ich bei der Memiana - Blogtour mit machen und hab mich sehr darüber gefreut :D

Ich stelle euch hier Jarek vor. Der Hauptprotagonist des e-books Memiana - ewige Wacht . 

Ich will nicht lange um den heißen Brei herum reden und Jarek hat es eh eilig, um wieder auf die jagt gehen zu können. Und schon gehts los:


Sani:
Danke Jarek, das du dir die Zeit nimmst, obwohl du so gern lieber jagen würdest.
Erzähl mir doch mal ein wenig von dir. Wie würdest du dich beschreiben wenn man dich nicht kennt? Sowas wie, wie alt du bist, oder seit wann du schon jagst.


Jarek: 
Mein Vater ist der Clanführer Thosen. Wir gehören zum Volk der Xeno. Wir sind Wächter, Beschützer und Jäger.
Ich bin in Maro geboren, einer Ansiedlung, die am Anstieg des Raakgebirges liegt.
Wir rechnen das Alter in Umläufen. Ein Umlauf dauert tausend Lichte. Man hat mir gesagt, dass ihr anders zählt. Nach eurem Maß bin ich etwa 18 Jahre alt.
Wie alle Xeno jage ich, seit ich laufen kann, ohne zu stolpern.

Sani:
Das klingt alles sehr interessant. Wir haben auch verschiedene Völker. Aber ich könnte sie kaum alle benennen. Wie sieht das bei euch aus? Wie viele Völker habt ihr oder wie heißen sie?
Lichte... was genau heißt das? Ist es jeweils ein Tag?
Du scheinst also schon lange zu jagen. Kannst du dich erinnern was du zuerst erlegt hast?


Jarek: 
Wir kennen das Gelblicht und das Graulicht. Unter Sala sehen wir alle Farben. Wenn Polos und Nira am Himmel erscheinen, verschwinden sie und alles ist grau und grau. Ein Licht ist die Zeit, die Sala, Polos und Nira brauchen, um jeweils einmal über den Himmel zu wandern.
Das erste Tier, das ich erlegt habe, war ein Langohraaser. Da war ich anderthalb Umläufe alt. Mein Bruder hat mir gezeigt, wie man sie mit dem Kurzbogen trifft. Sie sind sehr flink und man darf nicht dorthin zielen, wo sie sitzen. Sondern dorthin, wohin sie fliehen werden. Das zu erkennen muss man als junger Jäger lernen. Und es kostet sehr viele Pfeile, bis man es weiß.

Sani:
Okay. Das klingt wirklich nicht so einfach. Da braucht man sicher viel Geduld. Hast du diese gleich aufbringen können oder hast du dich oft geärgert wenn da mal was daneben ging?

Wie sieht denn eure Kleidung aus? Gibt es da auch unterschiedliche? Z.B. zum jagen, für besondere Anlässe?


Jarek: 
Mein Bruder war erstaunt, weil ich nur dreimal daneben geschossen habe, bevor ich mein erstes Langohr erlegt habe. Ich habe mich über diese drei Fehlschüsse schon geärgert. Erst viel später habe ich verstanden, dass mit meinem Kopf etwas anders ist. Bis dahin habe ich immer gedacht, es sei bei allen Menschen so, dass sie nie etwas vergessen. Nicht nur bei mir.

Unsere Kleidung ist Schutz gegen Hitze und Schutz gegen Kälte. Wir brauchen feste Stiefel, weil wir fast immer über Felsen laufen. Die sind selten glatt, meistens rau oder scharfkantig. Unsere Kleidung wird aus dem Leder erlegter Tiere hergestellt. Oder aus Webstoffen. Die werden aus dem Fell der Mahle gewonnen und gefärbt. Die meisten Menschen auf Memiana nehmen die Kleidung, die ihnen passt und ihren Sinn erfüllt. Nur reiche Kir, also Kaufleute, kleiden sich mit Dingen, die nicht nur nützen, sondern von ihnen für schön gehalten werden. Nur die Solo sind anders. Sie lieben die bunten Farben und sie zahlten für Kleidung sehr viel. Das mag daran liegen, dass sie alles, was sie besitzen, auf dem Leib tragen oder in ihrem Rückenbeutel.
Ich selbst kenne nur leichte Kleidung für das Gelblicht und warme für das Graulicht. Und zum Anlass der Jagd trage ich eine Jacke, die Schutz gegen Zähne und Klauen von Reißern bietet. Aber diese würde ich auch auf einer langen Reise anziehen.

Sani: 
Was heißt das? Du vergisst nie etwas und lernst sehr schnell?

Jarek: 
Alle Xeno lernen schnell, sonst überleben sie nicht. Sie müssen aus den kleinen Fehlern lernen, denn die großen sind tödlich.
Deshalb dachte ich, das sei bei allen Menschen so. Aber bei mir ist es anders. Ich vergesse nie einen Schritt, den ich einmal gegangen bin. Ein Gesicht, das ich einmal gesehen, einen Namen, den ich einmal gehört habe. Mein Verstand ist voll Kammern, in die ich alles lege, was ich wahrnehme, wenn ich wach bin. Worte und Gerüche, Geräusche und Geschmack. Was ich einmal sehe, bleibt in meinem Gedächtnis und ich kann es hervorholen, wenn ich es brauche.
Ich wusste es mein ganzes Leben lang nicht. Aber nun hat man hat mir gesagt, ich hätte den Verstand eines Memo.

Sani: 
Respekt. Ich wünschte ich könnte alles behalten. Ich bin leider ziemlich vergesslich.

Erzähl mir doch mal was du so machst wenn du gerade nicht jagst.
Und hast du eine Freundin/Frau?

Jarek:
Wir Xeno sorgen für den Frieden und die Sicherheit innerhalb der Mauern.
Wir bewachen das Tor und der, der unsere Ansiedlung betritt, muss seine Waffen abgeben.
Wir entscheiden, wem es gestattet wird, das Tor zu durchschreiten und wer draußen bleiben und im Solowall schlafen muss, der Befestigung vor den Toren, wo Reisende im Graulicht Sicherheit finden, die nicht in die Stadt wollen. Oder dürfen.
Das Leben eines Xeno besteht hauptsächlich aus Pflichten. Wenn ich keinen Dienst am Tor, auf der Mauer oder in den Gassen hatte, habe ich mich mit meinen Freunden getroffen. Wir haben in Schänken gesessen und geredet. Aber ich selbst habe mich immer für alles interessiert, was in der Ferne vor sich ging. Ich wollte immer gerne etwas anderes sehen. Ich habe jedem Berichter zugehört, der Geschichten und Nachrichten von nah und fern brachte.
Eine Freundin hatte ich nicht. Denn ich wollte niemanden zurücklassen, falls ich von dem größten Wagnis nicht wiederkehre, das der jüngere Sohn eines Clanführers unternehmen kann.
Ich wollte den Großen Höhler jagen, hoch im Raakgebirge. Eine Jagd, von der nur wenige wiederkehren.
Aber das ist mein Leben, wie es einmal war.
Alles hat sich verändert.
Und nun bin ich unterwegs und folge dem Pfad. Ich entferne mich immer mehr vom Ort meiner Geburt, zusammen mit Menschen in meinem Alter, die ich in jedem Licht besser kennenlerne und denen ich mich immer näher fühle.
Es sind auch zwei Frauen unter meinen Gefährten…

Sani: 
Ich habe schon gehört das du dich auf die Reise machst.
Was glaubst du erwartet dich auf der Reise, oder gar am Ziel? Was wünscht du dir?

Jarek: 
Unterwegs wird uns sicher das erwarten, was jedem Reisenden auf Memiana begegnet: tödliche Gefahr.
Ich weiß nicht, ob das meinen Gefährten bewusst ist. Die meisten kommen aus großen Städten und sind es nicht gewohnt, dass an jeder Ecke der Tod lauern könnte.
Wo unser Ziel liegt, wissen wir nicht. Niemand weiß etwas über die Stadt der Memo. Die Menschen kennen ihren Namen nicht und das Volk der Memo hütet sein Geheimnis.
Was mich selbst erwartet, weiß ich nicht. Aber das reizt mich gerade an dieser Reise.
Unser Führer hat uns nicht viel verraten.
Aber er hat  uns allen versprochen, dass wir Dinge sehen, die kein Mensch sonst zu sehen bekommt, Gegenden bereisen, die sonst kein Mensch betritt und Taten vollbringen werden, die sonst niemand auch nur versucht.

Sani: 
Das klingt sehr gefährlich, aber auch Spannend. Ich hoffe ihr schafft es ohne große Verluste zu eurem Ziel...

Du scheinst gerne zu Reisen.
Wirst du auch später weiter reisen um neue Orte kennen zu lernen? Oder willst du lieber irgendwann irgendwo bleiben, oder gar nach Hause zurück um vielleicht auch eine Familie zu gründen?

Jarek: 
Ich träume von einem Leben, das mir immer etwas Neues zeigt.
Wenn du nie etwas vergisst, kennst du an einem Ort sehr schnell alles. Jedes Gesicht, jedes Bauwerk, jeden Namen, jeden Weg.
Ich suche Herausforderungen. Als Xeno habe ich das Leben in ständiger Gefahr kennengelernt. Jemand, der das nie erlebt hat, wird es nicht verstehen. Aber es sind die Augenblicke, in denen der Tod nahe ist, in denen ich mich am lebendigsten fühle.
Sicher will ich mit einer Frau zusammen sein und Kinder mit ihr haben. Aber ob ich es immer an demselben Ort aushalten werde, jetzt, da ich endlich die erste große Reise meines Lebens angetreten habe?
Ich weiß es nicht.
Aber wer weiß schon, was wird? Auf Memiana ist nie etwas sicher. Außer der Gefahr.

Sani:
Ich denke das Schicksal wird entscheiden und deinen Weg begleiten. Ich hoffe dass du lange noch neue Dinge entdecken wirst und am Ende deiner Reise zufrieden sein wirst.


Nun gut, ich denke ich habe dich lange genug aufgehalten.

Vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast. Ich wünsche dir noch viel Erfolg bei der Jagt und ganz besonders auf deiner Reise. Pass auf dich auf!

Jarek: 
Wir danken für dieses Gespräch.


Und wenn ihr bis hier her fleißig gelesen habt, dann könnt ihr jetzt etwas gewinnen :) 
Postet in den Kommentaren wie ihr das Interview fandet, oder wie ihr Jarek einschätzt, wie er so bei euch rüber kommt. Hinterlasst eure e-mail Adresse und schon seid ihr dabei.
Unter allen Kommentaren wird ein e-book "Memiana - ewige Wacht" von Matthias Herbert verlost.
Also, viel Glück :D

eure

Kommentare:

  1. Huhu Sanifeya,
    das Interview hat mir sehr gut gefallen, man bekommt so einen viel besseren Einblick in die unterschiedlichen Völker Memianas und vorallem in das Leben der Xeno. Ich finde Jarek ist ein sehr sympathischer Charakter, sehr selbstbewusst, ehrgeizig und mit einem erstaunlichen Wissen.

    Das Buch würde ich sehr gerne lesen, bin sehr gespannt auf Jareks Abenteuer.

    Viele liebe Grüße
    Denise
    va_macao@web.de

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  2. Hallo Sani!

    Mir gefiel das Interview mit Jarek ausgesprochen gut. Es lässt mich einen kleinen Einblick erhaschen in die Welt Memiana. Und ich stelle fest, dass es wirklich eine ganz eigene Welt ist, in die man sich vermutlich erst mal etwas einlesen muss - genau das richtige für verregnete Tage.

    Jarek macht auf mich den Eindruck, dass er ein sehr "straighter" Typ ist, der weiß was er will und vor allem Gelerntes und Erfahrungen umzusetzen weiß.

    Insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr große Lust hab, mich auf Jarek und Memiana einzulassen :)

    LG
    Jill
    reallyhappy(at)gmx(dot)de

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Ich freue mich über jegliche Kommentare :)
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